Versickerungsgutachten

Hydrogeologische Gutachten – Versickerungsgutachten

Baugrund JACOBI Gera-Erfurt-Weimar-Jena VersickerungsgutachtenDas INGENIEURBÜRO FÜR BAUGRUND JACOBI ist Ihr Spezialist für die Beschreibung und Bewertung des Untergrunds mittels Hydrogeologischen Gutachtens.
In der Regel wird eine Versickerung zur „Beseitigung“ von Niederschlagswasser, dem Überlauf von Kleinkläranlagen oder Drainagewasser genutzt. In einigen Gebieten Deutschlands ist es aus technischen, satzungsrechtlichen oder finanziellen Gründen nicht möglich, gar verboten solch anfallendes Wasser in das öffentliche Abwassernetz einzuleiten. Daher sind Bauherren oder Besitzer von Gebäude darauf angewiesen auf Ihrem Grundstück das Wasser zu versickern. Für eine solche Versickerung ist ein Sickernachweis nötig.
Folgend geben wir Ihnen Informationen die Sie über die Anlagen, Baugrunderkundung, Versickerungsarten und die Arten von Wasser die zur Versickerung geeignet sind.

1 HYDROGEOLOGISCHE GUTACHTEN – VERSICKERUNGSGUTACHTEN
2 ARTEN VON WASSER
3 VERSICKERUNGSANLAGEN
4 ZUSAMMENFASSUNG

1 Hydrogeologische Gutachten – Versickerungsgutachten

1.1 Inhalt eines Gutachtens

Mittels Versickerungsgutachten bzw. Sickernachweisen bewertet das INGENIEURBÜRO FÜR BAUGRUND JACOBI die Untergrundverhältnisse insbesondere Grundwasserstände und Durchlässigkeit der einzelnen Schichten. Infolge dessen müssen die Versickerungs- und Bodenverhältnisse untersucht und geeignete technische Versickerungsart und deren Dimensionierung erarbeitet werden.
Die Beschaffenheit des Baugrunds ist maßgebend für die Versickerungsleistung und das Versickerungsgutachten.

Für die Planung einer Versickerung benötigen Sie folgende Angaben:
- Hydrogeologische Situation
- Beschreibung des Baugrundes geologisch und bodenmechanisch
- Erstellen von Bodenprofilen
- Bodenklassifizierung (z.B. nach DIN 18300)
- Vorschläge für wirtschaftlich/technisch optimale Versickerung
- Berechnungskennwerte
- Bemessung der Sickeranlage z.B. gemäß DWA A-138

Bei der Baugrunderkundung erfolgt die Untersuchung des Untergrunds auf seine Versickerungsfähigkeit, Grundwasserverhältnisse sowie hydrologischen Verhältnisse. Dabei gilt es genau festzustellen ob der Boden für die geplante Anlage eine ausreichende Durchlässigkeit (Kf-Wert) besitzt um die anfallenden Wassermengen zu „beseitigen“.

Sie wollen bauen und brauchen deswegen ein Versickerungsgutachten? Kontaktieren Sie uns jetzt und Sie erhalten umgehend ein kostenfreies Angebot für Ihre Baugrunduntersuchung.

1.2 Erkundung & Sickerversuche (Schluckversuch)

Baugrund JACOBI Gera-Erfurt-Weimar-Jena Versickerung SchurfSickerversuch im Schurf

Für den Schichtenaufbau müssen vorab Bohrungen z.B. in Form von Rammkernsondierungen oder Schürfen durchgeführt werden. In der Regel werden Proben entnommen und im Labor auf die Versickerungsfähigkeit überprüft. Weiterhin ist es in jedem Fall zu empfehlen einen Sickerversuch im Gelände durchzuführen um den tatsächlichen Wert zu ermitteln.
Die Ausführung von Sickerversuchen kann z.B. als Schluckversuch im Bohrloch oder als Versuch im Schurf erfolgen. Die Überwachung und Auswertung muss von einem Baugrundgutachter erfolgen. Dabei wird durch den Gutachter die Wassermenge und Sickerleistung ermittelt.
Mithilfe der im Labor und Feldversuch gewonnen Angaben kann die Ausarbeitung eines Versickerungsgutachten erfolgen.

2 Arten von Wasser

2.1 Niederschlagswasser

Niederschlagswasser welches auf Dach- und Verkehrsflächen anfällt, muss vieler Orts einer Versickerungsanlage zugeführt werden um zur Grundwasserneubildung beizutragen und reduziert zudem die Wassermenge an oberirdisch abfließendem Wasser.

2.2 Drainagewasser

Eine Drainage ist ein technisches System welches eingesetzt wird, um eine Vernässung von erdeinbindenden Bauwerken und Flächen entgegenzuwirken. Dafür wird in der Regel das Wasser erfasst und abgeleitet.

2.3 Überlauf einer Kleinkläranlage

In ländlichen Gebieten ist oft der Anschluss an die öffentlichen Abwassersysteme zu teuer. Daher ist der Bau einer vollbiologischen Kleinkläranlage (nach DIN 4261) erforderlich. Kleinkläranlagen dienen der Reinigung des Abwassers von Einfamilienhäusern, Gasthäusern bis hin zu Siedlungen.
Solche Anlagen bestehen meist aus mehreren Einzelnen Becken bzw. Behältern zur Reinigung des Abwassers. Die Verfahren ähneln im Grundsatz derer einer großen Kläranlage.
Nur in den seltensten Fällen kann das Klarwasser in einen Vorfluter eingeleitet werden, meist muss es auf dem Grundstück versickert werden.

3 Versickerungsanlagen

Zur Versickerung des Wassers stehen verschiedene Methoden bzw. Anlagen zur Verfügung. Seit vielen Jahren werden bereits Anlagen zur Regenwassernutzung auf privaten Grundstücken betrieben.
Neuregelungen machen es erforderlichen das z.B. Niederschlagswasser auf dem kürzestem Wege dem natürlichen Kreislauf zurückzuführen ist.
Das anfallende Wasser kann mittels Mulde, Rigole oder z.B. einem Schacht versickert werden.

3.1 Mulden

Eine Form der flächenhaften Versickerung ist z.B. die Versickerung mit Mulde über mindestens 20 cm bewachsenen Oberboden. Der bewachsener Oberboden eignet sich am besten um das Grundwasser vor möglichen Verunreinigungen zu schützen.

Baugrund JACOBI Gotha-Erfurt-Weimar Versickerungsanlagen MuldeVersickerungsmulde

3.2 Rigolen / Rohrrigolen

Eine Rigole ist ein Kiesverfüllter Graben welcher als Pufferspeicher wirkt um das eingeleitete Wasser aufzunehmen und zu versickern. Die Rückhaltewirkung und der geringe Platzbedarf durch die unterirdische Lage zeichnen die Rigole insbesondere aus. Wartung ist bei einer einfachen Rigole nicht möglich, lediglich bei einer Rohr-Rigole kann das Rohr gespült werden.
Daher sollte vor Zuleitung des Wassers in die Rigole ein Sandfang bzw. Feststoffsammler eingebaut sein, um Ablagerung von Schmutz, Steinen, Kies und ähnlichen Materialien zu verhindern. Langfristig kann ein Eintrag zum Auffüllen der Rigole führen und diese kann dann keine Versickerung mehr gewährleisten.
Rigolen können Problemlos unter Verkehrsflächen bzw. befahrbaren Wegen verbaut werden.

Baugrund JACOBI Gotha-Erfurt-Weimar Versickerungsanlagen RigoleLinks: Rohr-Rigole; Rechts: Rigole

3.3 Schachtversickerung

Die Versickerung über einen Schacht bzw. Sickergrube erfolgt in der Regel über Betonringe, welche in den Untergrund eingebracht sind. Diese Art der Versickerung erfolgt wird in der Regel genutzt wenn die sickerfähigen Schichten sich tief im Untergrund befinden.

Baugrund JACOBI Gotha-Erfurt-Weimar Versickerungsanlagen SchachtVersickerungsschacht

4 Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für jedes Bauvorhaben eine Baugrunduntersuchung und die Erstellung eines Versickerungsgutachtens erforderlich ist, um die Versickerungsanlage genau planen zu können und um Mehrkosten zu vermeiden.
Nur mittels einer solchen Untersuchung sind die Kosten planbar.

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Stand: 12/2015