Baugrunderkundung

Baugrunderkundung

Die Baugrunderkundung, auch als Bodenuntersuchung bekannt, dient dem Zweck der Feststellung der Bodenschichten um, eine technisch sichere und wirtschaftlich vertretbare Gründung festzulegen. Planung, Statik und Bauausführung bauen auf den Ergebnisse der Baugrunderkundung auf.

Die Durchführung und Planung von Baugrunderkundungen für Wohnhäuser, Wohnanlagen, Infrastrukturprojekte sowie Gewerbe- und Industriebauwerke jeglicher Art sind unsere Stärke.

Zu unserem Portfolio gehören Rammkernsondierungen, Rammsondierungen sowie Baggerschürfe und Kernbohrungen. Weitere Leistungen u.a. Rotationskernbohrungen und Drucksondierungen können wir mit uns gut vertrauten und zuverlässigen Nachunternehmern durchführen.

Unsere Leistungen für Sie

  • Ausführung der Baugrunderkundung bzw. Bodenuntersuchung
  • Rammkernsondierungen (RKS/RKB) nach DIN EN ISO 22475-1
  • Leichte, mittelschwere und schwere Rammsondierungen (DPL, DPM, DPH) nach DIN EN ISO 22476-2
  • Trocken- und Nassrotationsbohrungen für tiefgründige Aufschlüsse im Lockergestein und Fels mit Hilfe von Nachunternehmern
  • Herstellen von Hand- und Baggerschürfgruben u.a. zur Ermittlung der Fundamentabmessungen und Gründungstiefen
  • Asphalt- und Betonkernbohrungen senkrecht und vertikal z.B. zur Feststellung des Straßen- oder Fußbodenaufbaus
  • Probenahme von Erdstoffen, Baustoffen und Wässern
  • Chemische Bodenuntersuchungen und Wasseruntersuchungen u.a. nach LAGA, BBodSchV, DepV
  • Erstellung von Leistungsverzeichnissen für Baugrunderkundungen und geotechnische Leistungen
  • Bohrloch und Schurf Versickerungsversuche
  • Drucksondierungen (CPT) mit Hilfe von Nachunternehmern

Baugrunderkundung sinnvoll?

Neben dem Kaufpreis sind Lage und Größe maßgebende Faktoren für die Wahl des Grundstücks. Jedoch stellt sich die Frage, ob man auch bedenkenlos auf dem gewählten Grundstück bauen kann. Jedes Objekt trägt unterschiedliche Lasten in den Untergrund ein. Dabei müssen wichtige Faktoren, für ein schadfreies bauen bekannt sein:

  • Wie belastbar ist der Baugrund?
  • Spielt Grundwasser beim Bau eine Rolle?
  • Befinden sich Schadstoffe im Untergrund?

Mit einer Baugrunderkundung können diese Fragen schnell und einfach beantwortet werden. Die Kosten für die Baugrunderkundung sind wesentlich geringer, als für die Behebung möglicher Schäden am Objekt oder Mehrkosten beim Bau, welche durch nicht oder mangelhaft erkundete Baugrundrisiken verursacht werden können.

Ziel einer jeden Baugrunderkundung ist die Feststellung der Bodenschichten, die Ableitung der Tragfähigkeit des Untergrunds, die Ermittlung von Grundwasserständen und die Bestimmung bodenmechanischer Eigenschaften. Daraus leitet der Gutachter die erforderlichen Berechnungs- und Bodenkennwerte für die erdstatischen Berechnungen z.B. für Grundbruchnachweis, Setzungsberechnung und Standsicherheitsnachweis ab.

Nur auf Grundlage dieser Ergebnisse kann eine wirtschaftlich und technisch optimale Gründungsart gewählt werden, damit auch Ihr Bauvorhaben erfolgreich und möglichst kostengünstig umgesetzt werden kann.

Folgende Informationen gewinnen wir bei der Baugrunderkundung aus den Aufschlüssen:

  • Schichtung des Untergrunds
  • Bodenart, Bodengruppe und Bodenklasse
  • Grundwasser- und hydrogeologische Verhältnisse
  • Boden- und Felsmechanische Eigenschaften
  • Tragfähigkeit des Baugrunds
  • eventuelle chemische Belastungen und Verunreinigungen
  • Gründungsverhältnisse angrenzender Bauwerke

Diese Informationen verarbeitet der Gutachter in einem Geotechnischen Bericht bzw. Baugrundgutachten.

Welche Anzahl und Abstände der Aufschlüsse

Die Mindestabstände der Aufschlusspunkte sind in der DIN 4020 sowie im Eurocode 7 wie folgt festgelegt. Zusätzlich sind diese aufgrund der geologischen geologischen Gegebenheiten sowie der geotechnischen Fragstellung anzupassen.

Bauwerkstyp Rasterabstand
Hoch- und Industriebauwerke wie z.B. Wohnhäuser, Wohnanlagen, Gewerbe- und Industriebauwerke
15 bis 40 m
Linienbauwerke wie z.B. Straßen, Leitungen, Kanäle, Dämme
20 bis 200 m
Sonderbauwerke wie z.B. Brücken, Schornsteine, Maschinenfundamente
2 bis 6 Aufschlusspunkte je Fundament

Verfahrensübersicht

Für die Baugrunderkundung werden direkte Aufschlussverfahren, wie Rammkernsondierungen, Rotationskernbohrungen und Baggerschürfe sowie auch indirekte Verfahren, wie Rammsondierungen und Drucksondierungen verwendet.

Direkte Verfahren dienen zur Feststellung des Schichtenaufbaus und der Probenahme. Wohingegen indirekte Verfahren zur Ermittlung der Festigkeit und Lagerungsdichte verwendet werden.

Rammkernsondierung nach DIN EN ISO 22475-1 als Baugrundaufschluss

  • Vorteile:
    • preisgünstig
    • schnell
    • flexible Einsatzmöglichkeiten und geringer Platzbedarf
  • Nachteile:
    • geringe Durchmesser von 36 bis 80 mm
    • nur gestörte Probenahme möglich, Güteklasse 3 bis 5
    • Kernverluste, v. a. im Grundwasser nicht auszuschließen
    • Im Fels nur sehr begrenzt möglich

Kernbohrungen als ungestörter Baugrundaufschluss

  • Vorteile:
    • ungestörter Nachweis der Bodenschichten
    • Entnahme ungestörter Proben, Güteklasse 1 bis 5
    • Bohrungen im Fels möglich
  • Nachteile:
    • Hoher Flächenbedarf, da Bohrgerät auf LKW oder als Raupenfahrzeug
    • Erhöhte Kosten

Rammsondierung nach DIN EN ISO 22476-2 zum Nachweis der Lagerungsdichte

  • Vorteile:
    • preisgünstig
    • schnell
    • flexible Einsatzmöglichkeiten und geringer Platzbedarf
  • Nachteile:
    • nur in nichtbindigen Böden repräsentativ
    • keine Rückschlüsse auf Bodenart
    • Aufschlusstiefen durch Gestängereibung begrenzt
    • Hindernisse können zu Fehlinterpretationen führen

Benötigen Sie ein Angebot für eine Baugrunduntersuchung? Dann kontaktieren Sie uns jetzt und Sie erhalten umgehend ein kostenfreies Angebot für Ihre Baugrunduntersuchung.

Sie erreichen uns unter Tel. 0361 / 22 54 54 8 oder E-Mail: info@ib-baugrund-jacobi.de.

Alternativ können Sie gerne unser Kontaktformular nutzen.